Der Tierpark Ueckermünde freut sich über tierischen Zuwachs: Gleich zwei weibliche Rote Pandas sind im April 2026 am Stettiner Haff angekommen. Ein fast einjähriges Tier kam am 16. April aus dem Zoo in Toruń (Polen) und erkundet bereits neugierig seine Anlage. Das zweite Weibchen, drei Jahre alt, traf am 23. April aus Bussolengo (Italien) ein und zeigte sofort großes Selbstvertrauen – inklusive Klettertour bis in die Baumspitzen. Italienisches Temperament eben.
Der Rote Panda, auch Kleiner Panda, Feuerfuchs oder Goldhund genannt, wurde 1825 von Frédéric Cuvier als „schönstes Säugetier der Erde“ bezeichnet. Mit seinem fuchsartigen Gesicht, dem geringelten Schwanz und dem dichten Fell erinnert er an eine Mischung aus Fuchs, Waschbär und Katze. Trotz seines Namens ist er nicht eng mit dem Großen Panda verwandt, sondern bildet eine eigene Familie, die Katzenbären (Ailuridae).
In freier Wildbahn lebt der Rote Panda in Bergwäldern Süd- und Ostasiens. Er ist ein geschickter Kletterer, nutzt Baumhöhlen als Rückzugsorte und ernährt sich hauptsächlich von Bambus, ergänzt durch Früchte, Beeren und gelegentlich Kleintiere. Meist lebt er allein und markiert sein Revier.
Die Art gilt als stark gefährdet. Lebensraumverlust durch Abholzung, Straßenbau sowie illegaler Handel setzen den Tieren stark zu. Weltweit leben weniger als 10.000 Individuen.
Als Mitglied von EAZA und VdZ beteiligt sich der Tierpark Ueckermünde am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz dieser faszinierenden Tiere.
Eine tolle Gelegenheit sich die beiden Roten Pandas anzuschauen, ist der Kindertag am 1. Juni. Die schönen Tiere freuen sich auf neugierige Gäste. An diesem Tag dürfen sich die Besucherinnen und Besucher außerdem auf zusätzliche Sonderschaufütterungen freuen: 12 Uhr Stachelschweine, 14 Uhr Löwen.

Text: HM / Fotos: ZVG Tierpark Ueckermünde
