Der erste Schritt in eine berufliche Zukunft beginnt bei der GWW im Berufsbildungsbereich – dem „Tor zur Werkstatt“, wie Christin Frommer, Abteilungsleiterin Soziales und Bildung, diesen Bereich treffend beschreibt. Hier erhalten Menschen mit Behinderung die Chance, ihre Fähigkeiten zu entdecken, weiterzuentwickeln und neue Perspektiven für ihre Teilhabe am Arbeitsleben zu gestalten.
Am Anfang steht das sogenannte Eingangsverfahren. In einem Zeitraum von bis zu drei Monaten lernen die Teilnehmenden die Werkstatt, ihre vielfältigen Angebote und unterschiedlichen Arbeitsbereiche kennen. Gemeinsam wird erarbeitet, welche Wege und Ziele am besten zu ihnen passen – immer orientiert an den persönlichen Wünschen und Stärken, wie Mathis Plenz betont. Der junge Mitarbeiter im Sozialen Dienst hat einen guten Draht zu den Teilnehmenden. Viele von ihnen kommen von einer Förderschule und finden über die Agentur für Arbeit den Weg in die GWW. Mathis Plenz selbst begann als Bundesfreiwilligendienstleistender, kehrte im Rahmen seines Studiums der Sozialen Arbeit zurück, absolvierte bei der GWW sein Praxissemester und war als Werkstudent tätig. Nach Abschluss seines Studiums wurde er in Vollzeit übernommen.
An das Eingangsverfahren schließt sich der Berufsbildungsbereich an, der bis zu zwei Jahre dauert. Ob in kleinen Gruppen oder individuell – die Teilnehmenden werden gezielt gefördert, begleitet und auf passende Tätigkeiten vorbereitet. Diese können innerhalb der Werkstatt oder auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt liegen.
Das Angebot ist vielfältig und praxisnah: Es reicht von Grundlagen des Arbeitslebens über Hauswirtschaft, Küche und Wäscherei bis hin zu Holz- und Metallbearbeitung, Gartenbau, Werbedruck sowie Montage- und Verpackungsarbeiten. Dabei geht es nicht nur um berufliche Fertigkeiten, sondern auch um den Aufbau von Selbstvertrauen, sozialen Kompetenzen und persönlicher Stabilität.
Text/Foto: UH
