Chefärztin Dr. Gislinde Stahl und Teamleiter Marcel Labeau sind bereit für die Aufnahme.

Meilenstein für die Diagnostik: MRT-Gerät für das AMEOS Klinikum Ueckermünde

Im AMEOS Klinikum Ueckermünde ist in der Klinik für Radiologie ein moderner 1,5 Tesla Magnetresonanztomograph (MRT) in Betrieb genommen worden. „Das ist ein Meilenstein für die Diagnostik in unserem Haus und wir freuen uns, mit dem neuen Gerät arbeiten zu können“, sagt Dr. Carsten Breß, Leitender Chefarzt der somatischen Kliniken. 

„Für unsere stationären Patienten erweitert sich damit das Diagnosespektrum, was für alle, aber auch gerade für uns in der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie von großer Bedeutung ist“, betont der Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie. Ein modernes MRT ist ebenso wichtig für die Wirbelsäulenchirurgie, die sich im AMEOS Klinikum erfolgreich entwickelt und etabliert hat. 

Von der präzisen Detaildarstellung von Gewebe und Organen profitieren auch die Patienten der Klinik für Neurologie, die mit einer Regionalen Stroke Unit Schlaganfallpatienten versorgt. Auch die Patienten mit Multipler Sklerose und Epilepsie gewinnen durch die Diagnostik vor Ort, erläutert Chefarzt Thomas Krüger. Die Mediziner erhalten schneller Einblicke in die Details und die Untersuchungsdauer verkürzt sich erheblich. Denn es fällt nicht nur der Fahrweg zu anderen Diagnostikzentren weg, auch die Wartezeiten auf eine Untersuchung verkürzt sich. 

Langfristig sichert das Krankenhaus mit neuer Medizintechnik die hohen Qualitätsstandards in der Behandlung, insbesondere für die beiden zertifizierten Bereiche:  Regionale Stroke Unit und das Endoprothetikzentrum. 

Das MRT befindet sich im Hauptgebäude des Klinikums, in der Funktionsdiagnostik, die extra umgebaut werden musste. An der Decke leuchtet ein blauer Himmel und weitere Elemente wie beispielsweise Kopfhörer sind für eine entspannte At-
mosphäre und gewissen Komfort für die Patienten in der „Röhre“ gedacht.  

Für das MRT und den Umbau im Herzen des AMEOS Klinikums Ueckermünde investierte AMEOS insgesamt 1,3 Millionen Euro. 

Was passiert in einem MRT?

Die Kernspin- bzw. Magnetresonanztomographie ist aus dem medizinischen Alltag nicht mehr wegzudenken. Bei der Untersuchungsmethode werden Schnittbilder des menschlichen Körpers ohne Anwendung von Röntgenstrahlen erstellt. Zur Bilderzeugung verwendet man Radiowellen, während der Körper im Zentrum eines Magnetfeldes liegt. Je nach Art der Untersuchung dauert sie zwischen wenigen Minuten und einer Stunde und länger.

Die Patienten müssen während der Untersuchung still liegen und einen gewissen
Geräuschpegel und Wärme tolerieren. Um den Menschen Schicht für Schicht erfassen zu können, wird mittels zusätzlicher Magnetspulen über die zu messende Strecke ein sukzessiv ansteigendes starkes Magnetfeld erzeugt, wodurch sich die Bereiche genau abgrenzen lassen. So wird Schritt für Schritt ein Bild nach dem anderen erstellt und schlussendlich setzt man alle Bilder zusammen, ein dreidimensionales Bild entsteht.

Da unterschiedliches Gewebe auch einen unterschiedlich hohen Wasserstoffatom-Anteil besitzt, kann man die einzelnen Bereiche sehr gut unterscheiden. Je höher die räumliche Auflösung dabei ist, abhängig von der maximalen Feldstärke, desto feiner kann man die Organe darstellen. Bei hohem Gehalt an Wasserstoffatomen im Gewebe wird der Bereich im MRT-Bild heller. 

pm

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