ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) wird in der öffentlichen Wahrnehmung häufig vereinfacht oder verkürzt dargestellt. Tatsächlich handelt es sich um eine komplexe psychische Erkrankung, die Betroffene über verschiedene Lebensphasen hinweg begleiten kann und Auswirkungen auf Alltag, berufliche Anforderungen und soziale Beziehungen hat. Das Medizinforum „Gesund an der Peene“ widmet sich diesem Thema am 11. Februar 2026 mit einer fundierten psychiatrischen und psychotherapeutischen Einordnung.
Im Vortrag „Vom Zappelphilipp zum zerstreuten Professor – Ein Leben mit ADHS“ beleuchten Vladimir Pejicic, Ltd. Oberarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, und Stephanie Burian, Ltd. Psychologin und Psychotherapeutin, typische Symptome in unterschiedlichen Lebensphasen, psychologische Belastungen wie innere Unruhe, emotionale Dysregulation oder Selbstwertprobleme sowie die Herausforderungen einer verlässlichen Diagnostik. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Abgrenzung zu anderen psychischen Erkrankungen und auf der Frage, wann ADHS behandlungsbedürftig wird.
Darüber hinaus stellen die Referentin und der Referent dar, wie eine zeitgemäße Behandlung aussieht: ADHS erfordert einen multimodalen Ansatz, der medizinische, psychotherapeutische und alltagspraktische Maßnahmen miteinander verbindet. Ziel ist es, Betroffenen Orientierung zu geben, Fehlannahmen einzuordnen und Wege aufzuzeigen, wie die Lebensqualität nachhaltig verbessert werden kann.
Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit zum Austausch und zur Beantwortung individueller Fragen. Der Vortrag ist kostenfrei und findet im Raum Lilienthal (EG) im AMEOS Hanse Klinikum Anklam statt. Beginn ist um 15:30 Uhr.

Text/Fotos: PM AMEOS
