Der Herbst ist da – und mit ihm rückt auch die nächste Grippesaison näher. Für Janine Ritthammer ist deshalb jetzt der richtige Zeitpunkt, an den eigenen Impfschutz zu denken. Die Allgemeinmedizinerin aus Ueckermünde und Mitglied im Ärztenetz HaffNet empfiehlt, ab Oktober mit der Grippeschutzimpfung zu beginnen.
„Ziel ist es, schwere Verläufe oder Komplikationen zu vermeiden“, erklärt Ritthammer. Denn eine echte Grippe, die Influenza, ist weit mehr als eine stärkere Erkältung. Vor allem für ältere Menschen, Menschen mit chronischen Erkrankungen oder einem Handicap kann eine Infektion zu einem ernsthaften gesundheitlichen Risiko werden.
Besonders empfohlen wird die Impfung deshalb unter anderem Menschen ab 60 Jahren, chronisch
Kranken sowie Schwangeren ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel. Auch für Beschäftigte in Pflege und Medizin, pflegende Angehörige und Menschen, die beruflich viel Kontakt zu anderen haben, ist der Schutz sinnvoll.
Kleiner Aufwand, großer Nutzen
Janine Ritthammer hält Impfungen für einen wichtigen Baustein der Gesundheitsvorsorge – möchte gleichzeitig aber auch Ängste und Unsicherheiten ernst nehmen. Manche Menschen sorgen sich beispielsweise wegen möglicher Impfreaktionen. Diese seien in aller Regel mild und vorübergehend. Eine Rötung oder ein leichter Schmerz an der Einstichstelle, Müdigkeit oder vorübergehendes Unwohlsein können auftreten. Dem steht der Schutz vor einer Erkrankung gegenüber, die gerade bei Risikopatienten schwere Folgen haben kann.
Da sich die zirkulierenden Influenzaviren verändern, wird die Zusammensetzung des Impfstoffs regelmäßig an die erwartete Grippesaison angepasst. Deshalb wird der Impfstoff jährlich erneuert.
Und der Weg zur Impfung ist unkompliziert: Ansprechpartner sind die Hausärztinnen und Hausärzte in der Region. Frau Ritthammer selbst impft nicht nur in ihrer Ueckermünder Praxis, sondern ist auch in Pflegeeinrichtungen sowie bei Patientinnen und Patienten in der Häuslichkeit im Einsatz.
Gute Impfbereitschaft in der Region
Mit der Impfbereitschaft ihrer Patientinnen und Patienten ist die Allgemeinmedizinerin grundsätzlich zufrieden. Viele Menschen, für die ein Grippeschutz besonders wichtig ist, würden das jährliche Angebot bereits wahrnehmen. „Viele fragen schon früh nach”, freut sich die Ärztin über das Interesse.
Wer noch unsicher ist oder Fragen hat, sollte das Gespräch mit seiner Hausärztin oder seinem Hausarzt suchen. Janine Ritthammer nimmt sich dafür gern Zeit. Denn aus ihrer Sicht überwiegt der Nutzen deutlich. Mit einer unkomplizierten Impfung lässt sich das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs deutlich reduzieren – und gleichzeitig können besonders gefährdete Menschen besser geschützt werden.
Der richtige Zeitpunkt ist jetzt
Mit dem Start der Impfungen im Oktober bleibt ausreichend Zeit, damit der Körper seinen Schutz für die bevorstehende Grippesaison aufbauen kann. Nach der Impfung dauert es in der Regel etwa zehn bis 14 Tage, bis sich der Impfschutz vollständig entwickelt hat. Wer zu einer Risikogruppe gehört, sollte das Thema daher möglichst zeitnah angehen, bevor die ersten größeren Infektionswellen durch die Region ziehen. Aber auch eine spätere Impfung im Verlauf der Grippesaison kann noch sinnvoll sein.

Text: S. Wolff / Fotos: Adobe Stock KI (1); S. Wolff (1)
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