Sie sind klein, flink und einfach zum Verlieben: Drei Goldkopflöwenäffchen sind im Zoo am Stettiner Haff angekommen und sorgen seitdem für neugierige Blicke. Das zweijährige Weibchen kam aus der Zoologischen Station Wassenberg. Die beiden einjährigen Männchen Benicio und Bernardo reisten aus dem Zoo Mannheim an und erkunden nun gemeinsam ihr neues Zuhause.
Die Goldkopflöwenäffchen gehören zur Familie der Krallenaffen. Ihre langen Finger enden – bis auf die erste Zehe an den Hinterpfoten – in kleinen Krallen. Ursprünglich leben sie in den tropischen Wäldern Brasiliens in Südamerika. Mit einer Körpergröße von etwa 26 Zentimetern und einem Gewicht von rund 480 bis 700 Gramm sind sie die größten und schwersten Vertreter der Krallenäffchen.
Ihren Namen tragen sie nicht ohne Grund: Ihr Fell ist überwiegend schwarz, doch die buschige rötlich bis gelb gefärbte Mähne lässt sie wie winzige Löwen aussehen. Auch ihre Vorderpfoten leuchten in diesen Farben. Über den etwa 35 Zentimeter langen Schwanz zieht sich ein goldener Streifen.
Auf ihrem Speiseplan stehen Insekten, kleine Wirbeltiere und jede Menge Früchte. Mit ihren langen Fingern und kräftigen Schneidezähnen holen sie geschickt kleine Leckerbissen aus der Baumrinde.
Besonders spannend ist das Familienleben: Kommt Nachwuchs zur Welt, packt der Affenpapa kräftig mit an. Er trägt die Jungtiere und kümmert sich liebevoll um seinen Nachwuchs.
Leider sind Goldkopflöwenäffchen stark gefährdet. Ihr Lebensraum in den tropischen Wäldern Brasiliens wird durch Rodung und Industrialisierung immer weiter zerstört. Deshalb beteiligt sich der Tierpark Ueckermünde am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für diese und weitere bedrohte Tierarten. So erhalten die Tiere ein sicheres Zuhause und gute Chancen auf Nachwuchs.
Wer die flinken Kletterkünstler aus nächster Nähe beobachten möchte, hat dazu im Ueckermünder Tierpark täglich Gelegenheit: Seit Juni dieses Jahres leben die Goldkopflöwenäffchen in der neugestalteten Voliere neben der begehbaren Känguruanlage – und warten dort auf viele kleine und große Entdecker.
Text: PM/UH Foto: ZVG Tierpark Ueckermünde
