Zukunft wächst im Ukranenland auf dem Weltacker

Der Weltacker des Torgelower Vereins schlägt eine Brücke zwischen historischem Wissen und den großen Fragen der Gegenwart.

Nicht nur braucht Zukunft Geschichte, sondern Geschichtsvermittlung wie die unsere braucht auch Zukunft.“ Mit diesem Satz bringt Ukranenland-Gründer Wolfgang Schubert auf den Punkt, worum es heute im Freilichtmuseum geht. Denn zwischen historischen Häusern, Werkstätten und Schiffen entstehen längst Projekte, die sich den großen Fragen der Gegenwart widmen: Wie ernähren wir die Menschen der Zukunft? Wie gehen wir nachhaltig mit unseren Ressourcen um? Und was können wir dabei von unseren Vorfahren lernen?

Ein sichtbares Zeichen dafür ist der entstehende Weltacker. Die Idee dahinter, entwickelt von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft, ist ebenso einfach wie eindrucksvoll: Statistisch stehen jedem Menschen weltweit rund 2.000 Quadratmeter Ackerfläche zur Verfügung. Auf genau dieser Fläche soll gezeigt werden, welche Pflanzen notwendig sind, um einen Menschen mit Lebensmitteln, Kleidung und weiteren Rohstoffen zu versorgen. Gleichzeitig macht der Weltacker deutlich, wie eng Ernährung, Landwirtschaft, Klima und Nachhaltigkeit miteinander verbunden sind.

Aus einem Feld wird ein lebendiger Lernort

„Wie ernährten sich unsere Vorfahren? Was essen wir heute? Wie soll die Ernährung der Zukunft aussehen?“ Diese Fragen bilden den Kern des Projektes. Ziel ist es, besonders Kinder und Jugendliche zum Nachdenken anzuregen und Geschichte mit aktuellen Zukunftsthemen zu verbinden.

Dabei bleibt das Ukranenland seinem bewährten Grundsatz treu: Lernen funktioniert am besten, wenn man selbst mitmacht. Schulklassen, Jugendgruppen und Besucher sollen den Weltacker nicht nur besichtigen, sondern aktiv erleben – bei Projekttagen, Führungen, Workshops oder Patenschaften für einzelne Ackerflächen. So wird aus einem Feld ein lebendiger Lernort. Die pädagogische Arbeit wird durch das Jugendamt des Landkreises unterstützt. 

Der Weltacker ist dabei nur ein Baustein einer Entwicklung, die das Ukranenland seit Jahren prägt. Historische Bildung wird mit aktuellen Themen verknüpft, neue pädagogische Angebote entstehen und digitale Medien ergänzen die Wissensvermittlung. Gemeinsam mit Schulen, Wissenschaftlern, Landwirtschaftsbetrieben und vielen weiteren Partnern wächst ein Projekt, das Vergangenheit und Zukunft miteinander verbindet. Das Ukranenland zeigt damit eindrucksvoll, dass Geschichte nicht im Gestern endet. Sie kann Orientierung geben, neue Perspektiven eröffnen und helfen, Antworten auf die Fragen von morgen zu finden.

Text: S. Wolff / Foto: ZVG

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