Zwei Betrugsfälle im Landkreis: Senioren um hohe Summen gebracht

Immer wieder nutzen Kriminelle verschiedene Vorwände, um Menschen um ihr Geld zu betrügen. Allein in den vergangenen zwei Tagen wurden der Polizei im Landkreis Vorpommern-Greifswald zwei erfolgreiche Betrugsfälle gemeldet, bei denen insgesamt ein Schaden von rund 87.400 Euro entstand.

Eine Betrugsanzeige nahmen Beamte des Polizeirevieres Ueckermünde am Dienstag, 14. Juli 2026, auf. Bislang unbekannte Täter kontaktierten einen 83-Jährigen aus der Region unter dem Vorwand, dessen Enzyklopädie kaufen zu wollen. Im weiteren Verlauf trafen sich die vermeintlichen Käufer am Montag mit dem Geschädigten. Dabei wurde ein Vertrag aufgesetzt, nach dem der Rentner 16.500 Euro für die Bücher erhalten sollte. Damit der Vertrag zustande kommen könne, forderten die Täter die Geldkarte des Mannes, die dieser schließlich aushändigte.

Erst nach einem Anruf bei seiner Hausbank am Folgetag erfuhr der 83-Jährige, dass bereits 1.000 Euro unberechtigt von seinem Konto abgebucht worden waren. Seine EC-Karte ließ er daraufhin umgehend sperren.

Bereits am Montag, 13. Juli 2026, wurde außerdem der Wolgaster Polizei ein erfolgreicher Anlagebetrug gemeldet. Nach bisherigen Erkenntnissen war ein 76-Jähriger aus dem Bereich Lubmin bereits im Mai über eine Fernsehsendung auf ein vermeintlich lukratives Anlageangebot aufmerksam geworden. Über die eingeblendete Telefonnummer nahm er Kontakt mit den angeblichen Mitarbeitern des Unternehmens auf und eröffnete gegen eine Zahlung von 500 Euro ein Anlagekonto.

Im weiteren Verlauf wurde dem Geschädigten immer wieder vorgetäuscht, sein Investment habe hohe Gewinne erzielt. Um diese auszahlen zu können, müsse er jedoch zunächst Steuern oder Bearbeitungsgebühren begleichen. Dieser Aufforderung kam der Rentner mehrfach nach, sodass ihm ein Gesamtschaden von rund 86.400 Euro entstand. Erst als er Anfang Juli die vermeintlichen Berater nicht mehr erreichen konnte, schöpfte er Verdacht und erstattete Anzeige bei der Polizei.

Die Polizei warnt angesichts der aktuellen Fälle erneut vor unterschiedlichen Betrugsmaschen und rät:

  • Seien Sie skeptisch! Prüfen Sie vermeintliche Anbieter kritisch und recherchieren Sie nach Bewertungen des Unternehmens. Nicht jede seriös erscheinende Webseite oder App ist tatsächlich vertrauenswürdig.
  • Geben Sie keine sensiblen Daten preis und händigen Sie Zahlungsmittel nicht an Unbekannte aus.
  • Seien Sie misstrauisch, wenn Ihnen außergewöhnlich hohe Gewinne versprochen werden.
  • Gewähren Sie niemandem Zugriff auf Ihren Computer mittels Fernwartungssoftware (z. B. AnyDesk oder TeamViewer) oder auf Ihre Bankkonten.
  • Achten Sie auf möglichen Identitätsdiebstahl und versenden Sie keine Kopien Ihrer Ausweisdokumente.
  • Überweisen Sie kein Geld auf unbekannte ausländische Konten von Privatpersonen oder angeblichen Firmen.
  • Prüfen Sie Ihre Konten regelmäßig auf unberechtigte Abbuchungen.
  • Wenden Sie sich im Zweifelsfall an die Polizei.

PM Polizei

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