Nach dem verheerenden Brand im Kulturspeicher Ueckermünde Anfang Juni setzt die Stadt Seebad Ueckermünde ein deutliches Zeichen der Solidarität. Auf Grundlage des Beschlusses der Stadtvertretersitzung vom 26. Juni 2026 auf Initiative der Fraktion „Gemeinsam für Ueckermünde“ wurde dem Verein Speicher e.V. gestern eine Soforthilfe in Höhe von 10.000 Euro übergeben.
Bürgermeister Jürgen Kliewe und Stadtpräsident Robert Kriewitz überreichten den symbolischen Scheck an die Vereinsvorsitzende Mareen Schwirske. Sie bedankte sich herzlich für die Unterstützung und zeigte sich erfreut über die schnelle und unbürokratische Hilfe der Stadt. Die finanzielle Unterstützung sei ein wichtiges Signal und verschaffe dem Verein in der aktuellen Situation die dringend benötigte Handlungsfreiheit.
Hintergrund der Soforthilfe ist die Brandkatastrophe in der Nacht vom 6. auf den 7. Juni 2026, bei der der Kulturspeicher schwer beschädigt wurde. Das historische Gebäude sowie große Teile der Infrastruktur wurden zerstört. Für den Speicher e. V., der seit vielen Jahren das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Ueckermünde mitprägt, bedeutet das Ereignis eine enorme Herausforderung.
Mit dem Beschluss der Stadtvertretung soll der Verein kurzfristig in die Lage versetzt werden, notwendige Akutmaßnahmen umzusetzen. Dazu gehören unter anderem die Sicherung und Zwischenlagerung geretteter Kulturgüter und Vereinsgegenstände, die Beschaffung dringend benötigter Büro- und Arbeitsmaterialien sowie die Anmietung von Ausweich- und Lagerräumen, um die Vereinsarbeit fortsetzen zu können. Die Soforthilfe soll insbesondere die Zeit überbrücken, bis Versicherungsleistungen oder weitere Fördermittel zur Verfügung stehen.
Die Stadtvertretung hatte die finanzielle Unterstützung einstimmig als klares Bekenntnis zum Erhalt des Kulturspeichers und der vielfältigen Kulturarbeit in Seebad Ueckermünde beschlossen. Die Mittel sind zweckgebunden einzusetzen, der Verein wird der Stadt bis zum 30. Juni 2027 einen entsprechenden Verwendungsnachweis vorlegen.
