Kulturgeschichte muss nicht staubtrocken und langweilig sein. Am Sonntag, den 21. Juni gibt um 16 Uhr es in der Dorfkirche Dennin (bei Spantekow) ein Konzert der musikalischen Extraklasse zu erleben, bei dem alte Melodien aufregend neu interpretiert werden. Zu Gast ist die international gefeierte und mehrfach ausgezeichnete Sopranistin Aldona Bartnik, die ihr Publikum mit den schönsten Melodien des pommerschen Frühbarock verzaubern wird und die kulturelle Blütezeit des pommerschen Herzogtums portraitiert.
Sie arbeitet auf den großen Bühnen dieser Welt den besten ihres Faches zusammen und singt unter anderem mit dem Collegium Vocale Gent, Vox Luminis und Collegium 1704, sowie unter berühmten Dirigenten wie Giovanni Antonini, Jordi Savall und Ton Koopman. Die Sängerin auf vielen der bedeutendsten Bühnen und Festivals der Welt auf, darunter dem Lincoln Center New York, der Wigmore Hall in London, der Royal Albert Hall, dem Concertgebouw Amsterdam, der Warsaw Philharmonic, den BBC Proms, und dem MAFestival in Brügge. Dass sie nun auch im Rahmen des Deutsch-Polnischen Kultursommers auftritt, ist ihren hochkarätigen Instrumentalkollegen zu verdanken, die sie mit einem ganz besonderen Konzertprogramm eingeladen haben. Die Violinisten Pawel Miczka (Kattowice), Enrique Gomez-Cabrero (Poznan), die Gambistin Adela Czaplewska (Gdansk) und die Cembalistin Ula Stawicka (Szczecin) fügen sich mit dem ganz besonderen Klang ihrer historischen Instrumenten hervorragend in die Akustik der kunsthistorisch bedeutsam eingerichteten Kirche.
Die Denniner Kirche ist im 14. Jahrhundert vom Kloster Stolpe/Peene aus begründet worden. Zur gleichen Zeit trat das Kloster dem Zisterzienserorden bei, welcher maßgeblich von Bernhard von Clairvaux geprägt wurde. Seinen Gedanken ist das Konzertprogramm gewidmet und lässt den Geist der Zisterzienser am originalen Ort auferstehen. Musikalisch gestaltet wird das Konzert durch Instrumentalmusik aus dem pommerschen Raum, denn mit dem kreativen Potenzial der Klöster und der Gründung des pommerschen Herzogtums entwickelte auch die Kultur hierzulande ihre erste Blüte. Einen besonderen Ausflugstipp für einen Spaziergang vor oder nach dem Konzert stellt die wildromantische Ruine der Veste Landskron dar, die sich nur 12 Kilometer weit entfernt befindet. Das Konzert wird im Rahmen des Deutsch-Polnischen Kultursommers vom Kleinprojektefonds des Programm Interreg VIa und dem Land Mecklenburg-Vorpommern aus Mitteln des Metropolregion-Stettin-Fonds gefördert. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.
PM Veranstalter
