Zum bundesweiten „Tag gegen den Schlaganfall“ am 10. Mai machen Betroffene aus der Region auf eine oft wenig beachtete Seite der Erkrankung aufmerksam: die sogenannten „unsichtbaren“ Folgen. Dazu gehören unter anderem Sprach- und Sprechstörungen, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme oder Persönlichkeitsveränderungen. Darauf weist auch die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe in diesem Jahr besonders hin.
Seit vielen Jahren engagiert sich Harald Viestenz aus Bellin für mehr Aufmerksamkeit und Verständnis für Menschen, die nach einem Schlaganfall mit Einschränkungen leben müssen. Seine Frau Simone erlitt vor Jahren selbst einen Schlaganfall und lebt – wie auch ihre Freundinnen Marion Beitz und Birgit Pfeiffer – mit teilweise unsichtbaren Folgen der Erkrankung. Oft stoßen Betroffene dabei im Alltag auf Unverständnis, weil viele Einschränkungen von außen nicht sofort erkennbar sind.
Gemeinsam organisieren sie deshalb auch in diesem Jahr wieder einen besonderen Kochkurs für Menschen mit Handicap. Der mittlerweile dritte offene Kochkurs der „Einhänderköche vom Haff“ findet am Freitag, 29. Mai 2026, von 14 bis etwa 17 Uhr in den Räumen der Volkssolidarität Uecker-Randow e. V. im Eulenweg 2 in Eggesin statt.
Im Mittelpunkt stehen praktische Hilfsmittel und Techniken der sogenannten „Einhänderküche“. Gemeinsam wird ein Drei-Gänge-Menü zubereitet und anschließend in geselliger Runde gegessen. Dabei geht es nicht nur ums Kochen selbst, sondern auch darum, körperliche und kognitive Fähigkeiten zu trainieren, das Selbstwertgefühl zu stärken und alltagstaugliches Wissen zu vermitteln.
Moderiert wird der Workshop von Nick und Martina Tschirner vom Berliner Team „Das Einhänderkochbuch“. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Volkssolidarität Uecker-Randow e. V.
Die Teilnahme kostet 10 Euro pro Person. Anmeldungen sind per E-Mail an harald.viestenz.bellin@t-online.de möglich.
PM Harald Viestenz / HM
