Junge Auszubildende mit großer Leidenschaft für die Pflege

Jolie Gehrmann macht eine Ausbildung zur Pflegefachfrau bei AMEOS. Was sie mitbringt, sind Begeisterung, Empathie und der tiefe Wunsch, kranken Menschen zu helfen. 

Es ist Montagmorgen. Ein paar Stunden Arbeit hat Jolie Gehrmann bereits hinter sich. Die Frühschicht im Ueckermünder AMEOS Klinikum beginnt zu einer Zeit, in der viele Menschen noch schlafen. Für die junge Eggesinerin ist das kein Problem: „Man gewöhnt sich daran“, sagt sie und strahlt übers ganze Gesicht. Denn sie hat einen klaren Auftrag: „Ich möchte Menschen helfen.“ Die Wahl ihres Ausbildungsberufes war deshalb alles andere als ein Zufall.

Schon als ganz kleines Mädchen ließ sie den Pflegedienst, der sich um ihren kranken Opa kümmerte, nicht aus den Augen. Sie beobachtete ganz genau, was passierte, und wollte helfen. So musste sich manches Familienmitglied hin und wieder von Jolie verarzten lassen. Pflaster klebte sie auch auf Puppen und Plüschtiere. Damit schien früh klar: Jolie wird einmal im Krankenhaus arbeiten.

Momentan ist der Auszubildenden die Station Neurologie zugeteilt – für sie im ersten Lehrjahr ein glücklicher Umstand. Dieser Fachbereich interessiert sie besonders. Der Grund: „Meine Mama hat Multiple Sklerose (MS). Auf der Station kann ich noch einiges über die Krankheit dazulernen.“

Bei AMEOS war Jolie Gehrmann vor ihrem Ausbildungsstart im September 2025 keine Unbekannte. Alle ihre Schulpraktika absolvierte sie im Krankenhaus. „Ich lernte bereits die Innere, die Chirurgie und auch die Neurologie kennen“, erzählt sie. Praxisanleiterin Christine Hub schätzt an der jungen Auszubildenden vor allem ihre Freude und Begeisterung für den Beruf. „Bei Jolie spürt man die Leidenschaft.“ Diese positive Einstellung überträgt sich auf die Patienten ebenso wie auf das gesamte Stationsteam.

Ein Blick auf die Füße der 16-Jährigen lohnt sich ebenfalls: Sie stecken in ganz zauberhaften Latschen. Spritzen, Pflaster, Arztkoffer und viele kleine Herzen zieren das Schuhwerk. Ein Geschenk ihrer Eltern zum Ausbildungsstart.

Apropos großes Herz – das hat die Eggesinerin vor allem für ihre Patienten. „Kann man auch nicht immer helfen, so ist der größte Lohn ein Dankeschön oder ein Lächeln“, sagt sie gerührt. Beides hat sie von ihren Patienten schon oft erhalten.

Zum Zeitpunkt des Interviews stand Jolie Gehrmann kurz vor ihrer Probezeitprüfung – praktisch auf Station und theoretisch in der Schule. Praxisanleiterin Christine Hub war sich sicher: „Das bekommt Jolie ohne Probleme hin.“ Ein Lob, das die junge Auszubildende sichtbar strahlen ließ.

In den vergangenen Monaten hat sie bereits viel gelernt – dazu gehören Hygienestandards, der Umgang mit den Patienten, die Bedeutung von Empathie und vieles mehr. Zu ihrem Stationsalltag zählen derzeit die Dienst-
übergabe, die Körperpflege der Patienten, das Austeilen des Frühstücks, das Essenreichen, das Sortieren der Wäsche sowie Laborgänge, berichtet Jolie.

Neben der Neurologie interessieren sie auch die Chirurgie und besonders die Arbeit in der Notaufnahme. 

Den theoretischen Teil ihrer Ausbildung absolviert die 16-Jährige an der Beruflichen Schule „Dr. Erich Paulun“ in Pasewalk. Für sie steht schon jetzt fest: „Ich möchte in der Region und bei AMEOS bleiben.“ Ihren beruflichen Ausgleich findet Jolie beim Sport. Seit 13 Jahren tanzt sie mit großer Leidenschaft bei be free.

Wer sich ebenfalls für eine Ausbildung bei AMEOS interessiert, kann sich gern per E-Mail an
ausbildung.vorpommern@ameos.de bewerben, sich informieren oder sich telefonisch unter 039771 41 655 beraten lassen.

Text/Fotos: U. Hertzfeldt

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